Zahlungsverkehr und Formate

  • Das europäische Kreditgewerbe hat die SEPA-Zahlungsinstrumente als XML-Nachrichtenformat auf Basis des weltweiten Standards ISO 20022 entwickelt. Dieser einheitliche technische Standard bildet ab sofort die Grundlage für eine vollautomatisierte Abwicklung von Zahlungen im SEPA-Raum.

    Firmen- und Geschäftskunden haben ihre Datenbestände bereits weitgehend in jedem Einzelfall um IBAN und BIC erweitert. Je nach bevorzugter Einlieferungsform waren zudem technische Änderungen durchzuführen, um das SEPA-Datensatzformat verarbeiten zu können. Zumindest müssen ausgehend die neuen Formate berücksichtigt werden. Vor allem ist sicherzustellen, dass die neuen Pflichtfelder gefüllt werden können. Um inländische SEPA-Zahlungen zu ermöglichen, müssen Rechnungsversender auf Inlandsrechnungen IBAN angeben.

    Electronic Banking

    Auch im Electronic Banking wurde das DTA-Format durch die SEPA XML-Format ersetzt.

    XML-Format

    Die SEPA-Datenformate basieren auf dem ISO 20022/UNIFI (Universal Financial Industry Message Schema) für XML.

    XML ist ein offener Standard und größer als die bekannten DTA Formate (z.B. DTAUS, welches am 01.02.2014 durch das neue XML-Format ersetzt wurde). In Anlehnung an die sehr stark genutzte Zahlungsverkehrsverfahren in Europa wurden so genannte Schemata für die SEPA-Überweisung und die SEPA-Lastschrift realisiert, die auch einer laufenden Weiterentwicklung unterliegen. Detaillierte Informationen zu den Schemata (sog. Rule Books) sind auf den Internetseiten des EPC zu finden:

    Aus der EPC-Empfehlung hat die Deutsche Kreditwirtschaft (DK; früher ZKA) Spezifikationen abgeleitet, um den Kunden zumindest in Deutschland eine einheitliche Lösung für die Einreichung von beleglosen SEPA-Transaktionen anbieten zu können.

    Purpose Codes

    Der Purpose Code entspricht dem aus dem DTA-Verfahren bereits bekannten Textschlüssel. Überweisungen und Lastschriften können anhand des Purpose Code identifiziert und automatisch zugeordnet werden. Zahlungspflichtiger und –empfänger können anhand des Purpose Codes die Zahlung zuordnen. Bei regelmäßigen Zahlungen sollte immer ein Purpose Code belegt werden.

    Für die SEPA-Überweisung werden für die Kennzeichnung der Überweisungsart vierstellige Alpha-Codes verwendet.

    Im Anhang sehen Sie einen kleinen Auszug alter und neuer Textschlüssel in der Gegenüberstellung:

    BezeichnungTextschlüssel (DTA)Purpose Code (XML)
    Lohn-, Gehalts-, Renten- Gutschrift53SALA (für Löhne/Gehälter) PENS (für Renten)
    Vermögenswirksame Leistungen (VL)54CBFF
    Zahlungen öffentlicher Kassen56GOVT, SSBE, BENE
    Gutschrift einer Spendenüberweisung69CHAR

    Weitergehende Informationen hierzu entnehmen Sie bitte auch der Anlage 3 des DFÜ-Abkommens der Deutschen Kreditwirtschaft.