Das SEPA-Lastschriftmandat - Gläubiger-ID
und Mandatsreferenz, das müssen Sie beachten!

  • Voraussetzung für den Einzug per SEPA-Lastschrift ist das SEPA-Lastschriftmandat. Es ermächtigt Sie als Zahlungsempfänger, den fälligen Betrag vom Konto des Kunden (Zahlungspflichtiger) zu Gunsten Ihres Geschäftskontos einzuziehen. Zusätzlich wird das Kreditinstitut Ihres Geschäftspartners zur Einlösung der Lastschrift angewiesen.

    Jeder Lastschrifteinreicher (Zahlungsempfänger) besitzt eine individuelle Kennung zur Identifizierung, die Gläubiger-Identifikationsnummer (auch: CI, Creditor Identifier).

    Diese Ident-Nummer und die vom Zahlungsempfänger jedem Mandat zuzuordnende Mandatsreferenz (z.B. Rechnungsnummer oder Kundennummer) ermöglichen dem Zahlungspflichtigen einen einfachen Abgleich von Belastungen auf seinem laufenden Privat- oder Geschäftskonto.

    Die Gläubiger-Identifikationsnummer ist in Deutschland 18 Stellen lang und wird von der Deutschen Bundesbank vergeben.

    Ihre individuelle Gläubiger-ID beantragen Sie einfach und komfortabel direkt bei der Deutschen Bundesbank.

    Für Vereinbarungen vor dem 01.02.2014 gilt:

    Für vor dem 01.02.2014 schriftlich erteilte Einzugsermächtigungen müssen Sie keine neuen SEPA-Lastschriftmandate einholen. Die deutsche Kreditwirtschaft hat im Juli 2012 ihre Kundenbedingungen angepasst. Damit wurde die Voraussetzung geschaffen, dass bereits schriftlich erteilte Einzugsermächtigungen vom Zahlungsempfänger als Lastschriftmandat im SEPA-Basislastschriftverfahren weitergenutzt werden können.

    Kunden mussten lediglich über die jeweilige Mandatsreferenz, Ihre Gläubiger-Identifikationsnummer informiert werden.

    Vorab-Informationen:

    Als Vorabinformation (auch: Pre-Notification) ist jede Mitteilung (z.B. Rechnung oder Vertrag) des Lastschrifteinreichers an den Zahlungspflichtigen geeignet, die eine Belastung mittels SEPA-Lastschrift ankündigt. Hierbei können auch mehrere Lastschrifteinzüge im Voraus angekündigt werden. Die Vorabinformation muss folgende Angaben enthalten:

    • Mandatsreferenz
    • Gläubiger-ID
    • Fälligkeitsdatum
    • Lastschriftbetrag

    Sie muss dem Zahlungspflichtigen rechtzeitig, mindestens 14 Kalendertage vor Fälligkeit zugesandt worden sein. Sofern Sie mit Ihrem Kunden eine andere Frist vereinbart haben, muss diese mindestens einen Tag vor Fälligkeit zugegangen sein, damit er sich auf die Kontobelastung einstellen und für entsprechende Deckung sorgen kann.